Versammlung
der Törringer Feuerwehr: Martin Wagner löst Vorstand
Reinhard Brandmaier ab
Törring: Bei der Törringer Feuerwehr
gibt es etwas Einmaliges im Landkreis Traunstein: Von nun
an leistet eine Frauenlöschgruppe aktiven
Feuerwehrdienst. Außerdem wurde auf der
Jahreshauptversammlung Martin Wagner zum neuen 1.
Vorstand gewählt.
Nach der Begrüßung bat der Vorstand die
Anwesenden, sich zum Gedenken an die drei verstorbenen
passiven Mitglieder zu einer Gedenkminute zu erheben. Wie
dem Jahresbericht des 1. Vorstandes zu entnehmen war, zählt
die Törringer Feuerwehr derzeit 275 Mitglieder, von
denen 45 im aktiven Dienst stehen. Besonders erfreulich
ist es, das sich die Zahl der Jugendfeuerwehr auf neun
erhöht hat. Die im September 2000 neu gegründete
Frauengruppe hat eine Stärke von derzeit 14 Frauen,
weitere Ineressentinen sind jederzeit willkommen.
Neben den sechs Vorstandssitzungen, drei
Sitzungen wegen des Törringer Lumpenballs und einigen
Sitzungen wegen des zweiten Törringer Dorffestes wurden
von den Vertretern der Vorstandschaft die
Jahreshauptversammlungen und andere Veranstaltungen der
Ortsvereine besucht.
Vom 1. Vorstand und 1. Kassier wurde ein
Fachvortrag über das Steuergesetz für Vereine in Altötting
besucht. Wegen des bevorstehenden Gründungsfestes der
Kayer Feuerwehr, bei dem die Törringer Kameraden den
Paten stellen, war ebenfalls ein treffen erforderlich.
Neben den üblichen Aktivitäten des Vereins wie
Hochzeiten, Feuerwehrfeste, sportliche und kirchliche
Veranstaltungen wurde im vergangenen Jahr das zweite Törringer
Dorffest veranstaltet.
Pünktlich zum Dorffest war die Törringer
Feuerwehr als erster Verein der Stadt Tittmoning und vor
der Stadtverwaltung im Internet vertreten. In diesem
Zusammenhang dankte der Vorstand Max Wagner für seine
aufwendige und hervorragend gelungene Präsentation. In
den letzten sechs Monaten wurden 6.700 Besucher auf der
Startseite gezählt.
Nach zweijähriger Pause wurde letztes
Jahr wieder ein Vereinsausflug abgehalten. Von der neu
gegründeten Partnerschaft zur Freiwilligen Feuerwehr
Imsum, in der nähe von Bremerhaven, besuchte im Mai eine
zwölf Mann starke Delegation die Partnerfeuerwehr in Törring.
Nach einer anstrengenden Reise von ca
1000 Kilometer verbrachte man einen sehr gemütlichen
Kameradschaftsabend am Törringer Gerätehaus. Einigen
gefiel es in Törring so gut, dass sie im Juli einige
Urlaubstage hier verbrachten. Im Juli startet die Törringer
Feuerwehr zu einem viertägigen Gegenbesuch nach Imsum.
Der Ablauf des zweiten Dorffestes hatte
sich am Vorjahr orientiert und wurde um eine
Autoausstellung, vergrößerte Landwirtschaftsausstellung,
KIndereisenbahn und einen Zauberer erweitert. "Wir
hatten Glück im Unglück", so der Vorstand weiter,
wenn man sich vorstellt, es regnet zwei Wochen vor und
eine Woche nach dem Fest. Eigentlich hätte das Fest in
der Frühe abgesagt werden müssen, stattdessen wurde um
6 Uhr entschieden, das Fest im kleineren Kreis anlaufen
zu lassen. Das dann der Wettergott bis 17 Uhr die
Schleusen zu gelassen hatte, grenzt schon an ein Wunder.
Mit einer Besucherzahl von etwa 5000 lag man trotzdem über
der Besucherzahl vom Vorjahr mit etwa 4000 Besuchern.
Bei der Weihnachtsfeier in der Ledern war
letztes Jahr das Schützenstüberl bis auf den letzten
Platz gefüllt. In seiner Vorschau auf einige Termine wie
Hochzeiten, Feuerwehrfeste, Ferienprogramm und der Besuch
bei den Kameraden in Imsum wies der Vorstand besonders
auf das dritte Dorffest der FFW Törring am 5. August hin
und bat gleichzeitig um tatkräftige Unterstützung der
Mitglieder und deren Familien. Zum Abschluß seines
Berichts bedankte sich der Vorstand bei der Stadt
Tittmoning mit Bürgermeister Cremer, den
Vorstandskollegen, Gruppenführern und allen aktiven
Mitgliedern mit ihren Frauen, Freundinnen sowie allen
Freunden und Gönnern der Törringer Feuerwehr. Mit einem
floristischen Überraschungsgeschenk dankte er zum Schluß
noch Gisela Wagner für ihre unentgeltliche Pflege des
Vereinsheimes.
1. Kommandant Max Wagner berichtete über
ein eher ruhiges Jahr mit 19 Einsätzen im Berichtsjahr (zum
Vergleich im Vorjahr mit 43 Einsätzen). Neben acht
technischen Hilfeleistungen, vier Sicherheitswachen waren
zwei Brandeinsätze und vier Transporte von Blutspendern
ins Kreiskrankenhaus Traunstein mit dem Mehrzweckfahrzeug
zu verbuchen. Neben den 42 turnusmäßigen Übungen
mussten mehrere Atemschutzbelastungsübungen, und Übungen
für das Leistungsabzeichen dazwischen bewältigt werden.
Unter zahlreichen Aus- und Fortbildungskursen auf
Kreisebene wie ein Vortrag über gefährliche Stoffe, Prüfkoffer
Ausbildung, Gefahrstoffe in der Galvanik und einer Gerätewartschulung
in Trostberg wurden neue Löschmittel in Traunstein
vorgeführt. Die turnusmäßige Besichtigung durch die
Kreisbrandinspektion fiel zufriedenstellend aus.
In seiner Vorschau auf 2001 wies der
Kommandant besonders auf die Beschaffung weiterer
Schutzanzüge, den Anbau eines Lichtmastes am LF 8/6
sowie die Abnahme des Leistungsabzeichen der Frauengruppe
hin. Vor dem Kassenbericht wies Vorstand Wagner auf die
bevorstehende Umstellung auf Euro hin. Er machte der
Versammlung den Vorschlag den Jahresbeitrag von derzeit
15 DM ab dem Jahr 2002 auf zehn Euro anzugleichen. Dem
Vorschlag wurde mit einer Gegenstimme zugestimmt.
Dem umfangreichen Kassenbericht durch den
kommisarischen Kassier Brandmaier war zu entnehmen, das
sich die Finanzen der Feuerwehr in einem ordentlichen
Zustand befinden und daher verschiedene Ausrüstungsgegenstände
vom Verein angeschaft werden. Nach Entlastung des
Kassiers und der Vorstandschaft durch die Kassenprüfer
folgte der Bericht des Jugendwartes.
Die Jugendgruppe der Feuerwehr besteht
zur Zeit aus elf Mitgliedern, bei zwei Jugendwarten und
neun Jungfeuerwehrmännern ist dies eine Stärke, welche
seit Jahren schon nicht mehr erreicht wurde. Durch die Änderung
des Bayerischen Feuerwehrgesetzes ist es möglich,
ineressierte Jugendliche im Alter von 12 Jahren bei der
Feuerwehr aufzunehmen. Bei insgesammt 42 Übungen und
Veranstaltungen wurden 707 Stunden Dienst geleistet. Vier
Jugendgruppenmitglieder legten die Leistungsprüfung
Stufe 1 ab. Neben Beteiligung an Feuerwehrfesten und
kirchlichen Festen wurde auch ein Kegel- ein Grill und
ein Pizzaabend abgehalten. Neben der Teilnahme am
Kreijugendfeuerwehrtag in Reit im Winkl wurde auch an
einer Alarmübung mit der Jugendgruppe aus Tittmoning
teilgenommen.
Punkt acht der Tagesordnung beinhaltete
die Aufnahme der Frauengruppe in den aktiven Dienst. So
wurden nacheinander per Handschlag, Sabine Baumgartner,
Regina Brandmaier, Maria Federl, Ursula Hainsch, Monika
Harrecker, Christa Langer, Resi Mörtl, Marille Perschl,
Hildegart Pfeffer, Marianne Schmidt, Daniela Strobl,
Gisela Wagner, Monika Wagner und Helga Zadegan vom 1.
Kommandanten und dem 1. Vorstand in den aktiven Dienst
aufgenommen.
In seinem anschließenden Grußwort überbrachte
Stadtrat und Feuerwehrreferent Huber die besten Grüße
von Bgm Cremer. Er finde es toll, wenn sich Frauen für
die Feuerwehrarbeit interessieren und so den personellen
Engpass, der gerade tagsüber besteht, zu überbrücken.
Kommt doch als Eisatzschwerpunkt dem Kindergarten und der
Schule in Törring eine ganz besondere Bedeutung. Huber
riet, die benötigten Schutzanzüge erneut auf die
Bedarfsliste zu stellen.
Nachdem im letzten Jahr der scheidende 1.
Vorstand Reinhard Brandmaier sein Amt aus beruflichen und
privaten Gründen zum September abgab, wurde eine Neuwahl
von 1. Vorstand und 1. Kassier für die restliche
Amtsperiode von drei Jahren fällig. Stadtrat Huber
fungierte als Wahlleiter und führte nacheinander die
beiden geheimen Wahlen durch. Das die bestehende
Vorstandschaft der Törringer Feuerwehr mit ihren
Mitgliedern hervorragend zusammen arbeitet, zeigte sich
am Wahlergebnis. So wurde Martin Wagner mit 61 von 62
Stimmen (eine ungültig) zum 1. Vorstand und Reinhard
Brandmaier mit 62 von 62 Stimmen zum 1. Kassier gewählt.
Anschließend wurden für 30 Jahre aktive
Dienstzeit Martin Kaiser und Johann Kettenberger mit
einer Urkunde geehrt. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit
wurde Josef Mörtl vom Kreisbrandrat mit dem silbernen
Ehrenkreuz geehrt.
In seinem folgenden Grußwort bedankte
sich Gnadl für die Einladung nach Törring. Als er von
der einmalig im Landkreis Traunstein gegründeten aktiven
Frauenlöschgruppe hörte, dachte er zwar nicht unbedingt
an einen Faschingsscherz, konnte sich aber noch nichts
genaueres darunter vorstellen. Jetzt wo die Gruppe in den
aktiven Dienst aufgenommen wurde, finde er es für
richtig und wichtig, dass der personelle Notstand tagsüber
zu überbrücken ist. Auch durch die Ausbildung in der
verhütung von Bränden und Unfällen wird so manches
Unglück in der Entstehungsphase schon verhindert.
Weiter bedankte er sich auch im Namen der
Inspektion für die Teilnahme an der Blutspenderaktion
der Feuerwehren im Landkreis.. Desweiteren wies er auf
die Verpflichtung zur Aus und Weiterbildung hin. Den
Lehrgang zum Truppmann können Jugendliche jetzt schon
mit 16 Jahren beginnen. Über den Landesfeuerwehrverband
wurde für alle Mitglieder eine Rechtschutzversicherung
abgeschlossen.Zur Beschaffung der dringend benötigten
Einsatzbekleidung wies Gnadl darauf hin, daß ab
kommenden Jahr keine Zuschüsse zur Beschaffung der
selben mehr zu erwarten sind. Er richtet in diesem
Zusammenhang einen Apell an die Stadt, die Beschaffung
vorzuziehen. Die diesjährige Brandschutzwoche find in
der Zeit vom 21. bis 30 September und der
Kreisjugendfeuerwehrtag am 07. Juli in Bergen statt.
In seinem Schlussatz bedankte sich Gnadl
bei der Stadt für die Bereitstellung der Mittel für die
Feuerwehr, bei der Führung und bei allen aktiven Wehrmännern
für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienst des Nächsten.
Unter Punkt elf der umfangreichen Versammlung konnten
verschiedene Wünsche und Anträge vorgebracht werden. So
wurde nach einem Rauchmelder für Gaststätten gefragt,
und wo man sich melden muss um als Blutspender
registriert zu sein. Desweiteren wurde über eine
Dienstkleidungsordnung für Frauen nachgefragt. Vorstand
Wagner schloss die Versammlung mit einem Dank bei allen für
ihre Hilfe und Unterstützung für das vergangene Jahr.
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